CineFrameCatcher - Hilfe

CineFrame Catcher Version 1.1 2020-01-16 ---- Copyright © Wolfgang Kurz, 2020



Inhaltsverzeichnis

Hardware Voraussetzungen

Um mit dem Programm Filmbilder erfassen zu können, braucht man eine besondere Aufnahmeapparatur, die leider nicht im Handel erhältlich ist. Sie muss selbst gebaut werden. Dies ist aber bei einigermaßen bastlersichen Geschick nicht besonders schwierig

Als Komponenten zum Bau der Aufnahmeapparatur benötigt man:

1. Ein digitales Mikroskop.

2. Einen Schrittmotor als Antrieb der Transporteinheit

3. Eine Schrittmotorsteuerung

4. Ein Transport-Zahnrad mit 10, 20 oder 25 Transportzähnen

5. Eine Beleuchtungseinheit.

6. Ein Netzteil als Stromversorgung.

7. Einen 5 Volt Gleichstrommotor (optional), eventuell mit Getriebe.

8. Eine 4 Wege Fokusierungsschiene

Software Voraussetzungen, Installation und Aufruf

Der CineFrameCatcher ist ein Windows Programm das mit Hilfe von MS Visual Studio Community 2017 in der Programmiersprache C# (sprich Si Sharp) unter Verwendung der Klassenbibliothek .NET 4.5 (sprich DOT-NET) , der Accord Image Library und der Solid.Arduino Bibliothek erstellt worden ist. Die erforderlichen Komponenten von Accord und Solid sind in der Installationsdatei mit enthalten.
Das Programm kann auf einem Rechner mit einem Windows Betriebssystem (ab Windows 7, bevorzugt Windows 10 64 Bit) ausgeführt werden. Sinnvollerweise sollte auch die Laufzeitumgebung von .NET 4.5 (oder besser) installiert sein. Es ist auch möglich, die Anwendung unter einer virtuellen Maschine (z.B. Oracle Virtual Box oder VMWare ...)  zu betreiben.

Das Programm wird in einer mit 7-Zip komprimierten ZIP Installationsdatei ausgeliefert. Für die Installation reicht es aus, das Programm in eine Installationsbibliothek freier Wahl zu entpacken - z.B. nach C:/Windows/Programme/CineFrameCatcher.
Die Windows Registry wird nicht verwendet.
Bei eventeullen Updates reicht es in der Regel aus, die CineFrameCatcher.EXE Datei zu ersetzen.
Deinstalliert wird des Programm, indem einfach die Installationsdatei mit allen Inhalten gelöscht wird.

Zum Aufruf des Programmes kann eine Aufruf-Verknüpfung auf dem Desktop angelegt werde. Passende Icons sind in der Installationsdatei enthalten.
Hinweis: Die Anwendung ist geschützt. Sie kann auf einem Rechner nur einmal aufgerufen werden. Wird versucht, sie ein zweites Mal aufzurufen, so wird dieser Aufruf solange zurückgestellt, bis der erste Aufruf geschlossen wird.

In der Aufruf-Verknüpfung können drei Aufrufparameter mitgegeben werden:

  1. Die Logging-Steuerung. "0" = Logging ausgeschaltet und "1" = Logging eingeschaltet.
  2. die Ausführungssprache, unterstützt sind zur Zeit "DE" für Deutsch und "EN" für Englisch.

  3. eine existierende Bibliothek, in die die erforderlichen Ordner und Dateien der Anwendung, die für jede Sitzung angelegt werden, abgespeichert werden sollen.



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Programmdurchführung

Starten der Anwendung

Die Anwendung kann gestartet werden entweder

  1. über die EXE Datei (eventuell wie im Beispiel unten mit den oben beschriebenen Eingabeparametern) direkt in einem Befehlseingabefenster unter dem Installationsordner.
    Zum Beispiel mit dem Befehl C:/Programme/CineFrameCatcher/CineFrameCatcher.exe "DE" "1" "E:/FilmProjekte"
    oder
  2. über eine wie oben beschriebene Verknüpfung auf dem Desktop.

Das Programm kann nur einmal aktiv sein, kann also nur einmal aufgerufen werden. Mehrfachaufrufe werden ignoriert bzw. bis zur Beendigung des ersten Aufrufes zurückgestellt.

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Das Hauptfenster

Das erste Fenster das angezeigt wird (das Hauptfenster) enthält eine Menüleiste, ein Nachrichtefeld und in drei Gruppen zusammengefasst alle Eingabemöglichkeiten zur Steuerung der Filmbildererfassung.


Die Menüleiste im Hauptfenster

Die Menüleiste enthält drei Hauptgruppen: 1. Datei, 2. Optionen  und 3. Hilfe

Das Menü "Datei" enthält 3 Einträge:

  1. Sprache auswählen
  2. Neues Projekt
  3. Beenden

Das Menü "Optionen" enthält 7 Einträge.

  1. AVS Datei für VirtualDub erzeugen
  2. Aktuelle Parameter anzeigen
  3. Alle Bilder der Bilderunterbibliothek löschen
  4. Logging einschalten
  5. Logging ausschalten
  6. Inhalt der Logdatei anzeigen
  7. Inhalt der Logdatei löschen

Das Menü "Hilfe" enthält 3 Einträge.

  1. Filmbild Erfassung Hilfe
  2. Auf Updates prüfen
  3. Über Filmbild Erfassung

Sprache auswählen

Die Programm-Anzeigesprache kann schon beim Aufruf über Aufrufparameter festgelegt werden. Soll aber aus bestimmtem Gründen eine andere Anzeigesprache verwendet werden, so kann über diese Menüauswahl die neue zu verwendende Sprache selektiert werden. Zur Zeit (April 2019) sind jedoch nur Deutsch (DE) und Englisch (EN) implementiert.

Neues Projekt erstellen

Durch anklicken dieses Menüeintrages wird das Eingabefeld , über das die neue Projekt-Identifikation eingegeben werden kann, im Projekt Parameter Abschnitt des Hauptbildschirm angezeigt.

Beenden

Über diesen Menüeintrag wird die Anwendung beendet. Alle offenen Fenster der Anwendung werden geschlossen und die gerade aktuellen Werte der Eingabefelder werden in der INI Datei gesichert, die im Installationsverzeichnis angelegt ist.

AVS Datei für VirtualDub erzeugen

Über diesen Menüeintrag wird eine Datei  erzeugt, die die Parameter enthält, die zur Erzeugung des Video Clips mittels VirtualDub und AviSynth erforderlich sind.
Die Datei, deren Name aus der Projektidentifikation und dem aktuell zugeordneten einstelligen Namen des Bilderunterordners gebildet wird, wird im VIDEO Ordner des Projektes abgelegt.
Die Datei kann als Videodateieingabe im Menüeintrag "File -> Open video file" des VirtualDub Programmes verwendet werden.
 
AVSParameter

Aktuelle Parameter anzeigen

Dieser Menüeintrag ruft eine Nachrichtenbox auf, mit der man den aktuellen Inhalt der INI Datei (Konstanten für die Aufrufinitialisierung der Eingabefelder basierend auf den gesicherten Daten der vorausgegangenen Sitzung) überprüfen kann. Wird aber ein neues Projekt ausgewählt, so sind diese Initialisierungsdaten zu überprüfen, ob sie für das neue Projekt übernommen werden können oder ob sie ganz oder teilweise angepasst werden müssen.

 

Alle Bilder der Bilder-Unterbibliothek löschen

Dieser Menüeintrag verursacht, dass alle Bilder in der aktuellen Bilder-Unterdatei gelöscht werden. Die Anforderung muss über eine Nachrichtenbox durch anklicken von OK bestätigt werden. Es werden nur Dateien gelöscht, potentiell vorhandene Bibliotheken bleiben erhalten.  
 
Logging einschalten

Über diesen Menüeintrag wird das Logging (aufzeichnen) von Anwendungsereignissen ermöglicht, wenn das Logging aktuell ausgeschaltet ist. Das ist aber nur erfolgreich, wenn die Logdatei nicht durch ein anderes Programm gerade blockiert ist, z. B durch einen Texteditor wie Notepad oder Notepad++.

Logging ausschalten

Überdiesen Menüeintrag kann das Logging wieder abgeschaltet werden.

Inhalt der Logdatei anzeigen

Über diesen Menuieintrag wird der Inhalt der Logdatei angezeigt. Da es sich um sehr große Datenmengen handeln kann verursacht der Aufruf keine direkte Anzeige, sondern er weist nur darauf hin, dass zum Anzeigen ein gebräuchlicher Texteditor wie z.B. Notepad oder Notepad++ verwendet werden sollte. 

Inhalt der Logdatei löschen

Über diesen Menuieintrag wird der Inhalt der aktuellen Logdatei  gelöscht.

CineFrameCatcher Hilfe

Über diesen Menüpunkt wird die aktuelle Hilfedatei im Webbrowser Format angezeigt.

Anwendungshilfe

Auf Update prüfen

Über diesen Menüpunkt kann über das Internet überprüft werden, ob die aktuellste Programmversion verwendet wird. Wenn eine neue Version im Internet bereit steht, dann wird auch beim Programmaufruf in einer spezeillen Nachrichtenbox darauf hingewiesen.



Über CineFrameCatcher

Diese Fesnter enthält die wichtigsten Daten zum Programm CineFrameCatcher.



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Das Projektparameter-Panel

Das Projektparameter-Panel enthält die Eingabefelder, die das Erfassungsprojekt beschreiben.

Projekt Parameter

Feldname und Feld-Funktion

Basis Ordner
Ein projektübergreifender Ordner in dem die einzelnen Projektordner mit ihren Unterordnern gespeichert sind. Ein Projektordner wird mit 4 beliebigen Zeichen benannt, z. B. "TEST". Er hat mindestens zwei Unterordner, nämlich FRAMES und VIDEOS. Der Unterordner FRAMES hat wiederum Unterordner, die mit einem einzelnen Zeichen benannt sind, zum Beispiel "0", "1", "2", "3", usw.. Die Unterordner des FRAMES Ordners dienen der Verarbeitungsbeschleunigung, denn Ordner, die mehr als 10000 Bilder enthalten, werden bei der Verarbeitung in der Regel recht langsam. Da ein Film oft 30000 bis 50000 Einzelbilder beinhalten kann, ist es sinnvoll den Film in Verarbeitungsgruppen aufzuteilen. Die Bilder jeder dieser Verarbeitungsgruppen werden jeweils in einem der FRAMES Unterordner abgespeichert.
Projekt- Name
Die 4 Zeichen lange Projektidentifikation ist der Name eines Projektes. Die 4 Zeichen sollten eine sinnvolle Abkürzung für die Art des Projektes sein. Zum Beispiel IT73 für Urlaub in Italien 1973. Der Projektname dient als Bezeichnung des Projektordners, der als Unterordner im Basisordner abgespeichert wird. Das Jalousiefeld enthält alle Projektnamen des Basisordners.
Neue PID
Über den Menüeintrag "Datei->Neues Projekt" wird ein neues Projekt angelegt. Es erscheint ein normalerweise versteckte Feld, in dem der Name (wiederum 4 Zeichen) dieses neuen Projektes angegeben werden kann. Ein neuer Projektordner im Basisordner wird erzeugt, der den Namen erhält, der im Feld "Neue PID" eingestellt worden ist.
Unterbibl 
Ein Unterordner des "FRAMES" Ordners für Bilder einer Verarbeitungsgruppe eines Projektes. Ein neuer Unterordner kann über die Schaltflächen "Neu" erzeugt werden. Der Ordner wird angelegt und sofort ausgewählt.
Das aufklappbare Listenfeld zeigt alle existierenden Unterordner eines FRAMES Ordners eines bestimmten Projektes. Die Namen werden lückenlos in numerischer oder alphabetischer Reihenfolge erzeugt. Auf "0" folgt "1", auf "1" folgt "2",.... auf  "9" folgt "A", auf "A" folgt "B" usw. .
Filmtyp
Der ChineFrameCatcher kann 4 verschiedene Filmformate behandeln . Das sind die Filmformate N8,R8 (Normal 8 bzw. engl  Regular 8),  S8 (Super 8 bzw Single 8 von Fuji),  95 (9.5 mm Pathé) und 16 (16 mm Film - der Film kann linksseitig oder beidseitig perforiert sein).
Filmformate
Bild-Typ
Die erfassten Bilder eines Filmes können in zwei verschiedenen Formaten abgespeichert werden. Diese Formate sind:
  1. Das JPG oder JPEG Format (von Joint Photographic Experts Group) ist ein Format in dem das Bild verlustbehaftet aber sehr kompakt abgespeichert wird. JPG Bilder sind je nach Komprimierungsstärke relativ klein - Filmbilder in SD oder HD Auflösung sind in der Regel zwischen 30 KB bis etwa 100 KB groß.
  2. Das PNG Format (von Portable Network Graphics) ist ein Format, in dem das Bild verlustfrei aber immer noch einigermaßen kompakt abgespeichert wird. PNG Bilder benötigen etwa 10 mal mehr Speicherplatz als JPG Bilder aber signifikant weniger Speicherplatz als Bilder im ungepackten BMP Format (Bitmap Raster-Grafikformat von Windows). Trotz ihres größeren Speicherbedarfes erscheinen aber PNG Bilder nicht bemerkbar besser als z.B. 90% komprimierte JPG Bilder.
JPG-Qual
Die JPG Quality gibt den Komprimierungsgrad eines JPG Bildes an. Je kleiner die Zahl, je höher die Verdichtung.
Gute Werte sind Qualitätsangaben zwichen 80 und 90 Einheiten. 100 bedeutet, das Bild ist nicht komprimiert.
Schärfungsparameter
Der CineFrameCatcher enthält eine Funktion, die die erfassten Bilder schärft. Die Schärfungsfunktion arbeitet wie im PhotoShop.
Diese Funktion kann über die mit Schärfung an/aus bezeichnete Checkbox ein- und ausgeschaltet werden.
Die Funktion benötigt drei Parameter, über die gesteuert wird, wie das Bild geschärft werden soll.
Der Radius Parameter definiert den Radius im Bild dessen darin enthaltene Pixel für die Schärfung herangezogen werden. Werte zwischen 1 und 11.0 können gewählt werden. Ein guter Wert für Bilder in HD Auflösung ist 3.0.
Der Kontrast Parameter sagt aus, wie stark der Kontrast eingestellt werden soll. Werte zwischen 1 und 5.0 können gewählt werden. Ein guter Wert für Bilder in HD Auflösung ist 2.0
Der Schwellwert Parameter sagt aus, wie groß die Grauwertdifferenz zweier benachbarter Punkte sein soll, ab der eine Schärfung angewandt wird. Werte zwischen 1 und 5 können gewählt werden. Ein guter Mittelwert ist 3.

Schaltflächen des Projektparameter-Panels

Dem Panel sind 2 Schaltflächen zugeordnet. Diese sind:

  1. suche (Basisordner suchen)
  2. neu    (eine weitere Bilder-Unterbibliothek erzeugen)
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Das Transportparameter-Panel

Das Transportparameter-Panel enthält die Eingabefelder, die den Filmtransport während der Bilderfassung beschreiben.

Feldname und Feld-Funktion

Com-Port wählen
In diesem Jalousie Anzeigefeld werden alle am Rechner vorhandenen und aktiven seriellen Anschlüsse aufgelistet. Über diese Liste muss der serielle Anschluß (Port), an die die Transportsteuerungsplatine (Arduino, StepRocker etc.) angeschlossen ist, ausgewählt werden.
Sollte die Transportsteuerungsplatine nicht aktiv sein (z.B. keinen Strom haben), dann wird der entsprechende serielle Port nicht angezeigt. Die Einheit muss also zuerst mit Strom versorgt werden und dann muss gegebenenfalls über die Schaltfläche "suche" die Liste der seriellen Anschlüsse für die Auswahl neu aufgebaut werden.
Anzahl Zähne
Wird für den Transport ein Transportzahnrad (sprocket wheel) verwendet, dann wird hier angegeben, wieviele Transportzähne das Zahnrad aufweist. Unterstützt sind 10 Zähne, 20 Zähne oder 25 Zähne. Angegeben werden kann auch 1 Zahn, das ist für die Greiferlösung, bei der eine Vollumdrehung pro Bildtransport eingesetzt wird.
Platine
Der CineFrameCatcher unterstützt zwei verschieden Platinen zum Antrieb der Transportvorrichtung. Dies sind:
  1. der Trinamic Steprocker (ein Controller, der die Stromversorgung in der erforderlöiche Spannung und Stromstärke mit enthält)  und
  2. der Arduino (ein Platine, bei der man als Leistungsendstufe für den Schrittmotors noch ein zusätzliches Modul (das Motor Shield) benötigt. 
Für den Steprocker kann man die Transportgeschwindigkeit über die Felder "Geschwindigkeit" und "Beschleunigung" einstellen - Werte zwischen 1 und 2047, je höher, je schneller.
Beim Arduino wird die Geschwindigkeit über die "Verzögerung" zwischen den auszuführenden Einzelschritten (in Milliskunden) festgelegt.
Transportpause zwischen den Aufnahmen
Wenn ein Bild mittels des CineFrameCapture Programmes erfasst wird, dann müssen mehrere Verarbeitungsschritte sequentiell ausgeführt werden. Zuerst muss das Bild über das Mikroskop erfasst werden, dann muss das Bild eventuell geschärft und in der Größe angepasst werden und schlußendlich muss es auf dem Speichermedium abgelegt werden. Das sind alles Aktionen, die je nach Rechnerleistung eine mehr oder weniger große Zeitspanne in Anspruch nehmen.
Mit diesem Parameterwert (in Millisekunden) kann man die Zeitspanne einstellen, die der Motor warten muss, bis der nächste Transport angestoßen werden kann. Ist die Zeitspanne zu kurz, dann können Wischer im Bild auftreten, weil das Bild schon erfasst wurde, solange es sich noch bewegt hat. Es ist daher sinnvoll, sich an die für die vorliegende Hardware erforderliche Transportpause schrittweise (z.B. in 50 Millisekunden Schritten) langsam heranzutasten
Vollschritte pro Umdrehung
Hier wird angegeben, welche Art von Schrittmotor eingesetzt wird. 1.8° Schrittmotoren (die gängigsten Motoren) brauchen 200 Vollschritte für eine Umdrehung. Die etwas genaueren 0.9° Schrittmotoren brauchen 400 Schritte pro Vollumdrehung. Motoren mit größeren Schrittwinkeln sollten nicht eingesetzt werden, da bei solchen Motoren die Ansteuerungsgenauigkeit nicht ausreicht.

block
Dieser Parameter definiert, ob der Motor (wenn er eingeschaltet ist) manuell weitergedreht werden kann. Wenn block angehakt ist, wird beim Arduino-Controller (wenn das das verwendete Arduino Script unterstützt) ein Haltemoment nach der erfolgten Drehung angelegt, das eine manuelle Drehung verhindert.

Frequenz GC
Diese Feld lässt es zu, zu definieren, nach wievielen erfassten Bildern das Betriebbsystem eine Speicherbereinigung (Garbage Collection) vornehmen sollte. Bei Systemen mit relativ beschränktem Hauptspeicher könnte es ohne "Garbage collection" vorkommen, dass nicht ausreichend SPeicher zur Verfügung steht und dadurch eine Ausnahmesituation signalisiert wird, die in der Regel zum Abbruch der Sitzung zwingt. 
Transportrichtung
Durch die Transportparameter wird definiert, welche Drehrichtung (vorwärts oder rückwärts) verwendet werden muss, damit der Film in der richtigen Richtung durch die Erfassungsapparatur transportiert wird.

Schrittart
Schrittmotoren können in verschieden Scrittarten betrieben werden. Diese Schrittarten sind Vollschritt, Halbschritt oder Mikroschritt. Bei 1.8° Motoren bewirkt ein Vollschritt eine Drehung von 1.8 Winkelgraden. Bei Halbschritten sind das 0.9 Winkelgrade, Für eine volle Umdrehung braucht man bei einem 1.8°  Motor also 200 Vollschritte oder 400 Halbschritte. Mit neueren Steuerungsplatinen (z.B. dem StepRocker) kann man einen Vollschritt zusätzlich in Mikroschritte unterteilen. Beim StepRocker wird ein Vollschrit in 256 Mikroschritte unterteilt. Bei anderen Platinen kann das abweichen. Man findet auch Platinen, die nur 16 Mikroschritte zulassen. Bei der Erstellung des Steuerungs-Scriptes (beim Arduino Controllern)  muss darauf Rücksicht genommen werden.
Aktuelles Startbild
Die erfassten Bilder werden auf einem Speichermedium (Festplatte oder ähnlichem) abgespeichert. Dazu wird auf der Festplatte eine gewisse Ordnerstruktur angelegt. Im Projektbasisordner liegen die Projektordner. Ein Projektordner enthält einen "FRAMES" Unterordner. Dieser Unterordner ist wiederum in einzelne Bilderordner aufgeteilt, um die Anzahl der Bilder für die Weiterverarbeitung in einer vertretbaren Anzahl zu halten. In den einzelnen Bilderordnern müssen die Bildnummern mit 0 beginnen (das ist eine Restriktion, die von VirtualDub und AVISynth herrührt). Da man nicht davon ausgehen kann, dass man immer eine volle Sequenz von Bildern in einer Sitzung erfassen kann, muss man zulassen, dass man den Erfassungvorgang unterbrechen darf. Um wieder sinnvoll weitermachen zu können, muss man die Nummer des ersten erfassten Bildes neu vorgeben. Die nächste freie Bildnummer kann mittels der Schaltfläche "suche" einstellen lassen. Mit "suche" wird diese nächste freie Bildnummer eingestellt.
Will man aber bestehende Bilder überschreiben, dann kann man auch eine fühere Bildnummer vorgeben. Es wird nicht geprüft, ob Überschreibungen vorkommen.

Anzahl Bilder
Mit der Anzahl der zu erfassenden Bilder kann eine Erfassungssitzung zeitlich begrenzt werden. Der Erfassungsvorgang wird beendet, wenn die Anzahl vorgegebener Bilder erfasst sind. 

Tranportiere N Bilder
Diese Funktion erlaubt  eine gewisse Anzqahl (N) Bilder weiterzutransportieren, ohne dass diese Bilder abgespeichet werden. N wird im folgenden Eingabefeld vorgegeben. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Bilderfassung gestartet ist und eine Erfassungspause angefordert worden ist, Mit den Schaltflächen "start transport" und "stop transport" kann dieser Transportvorgang gesteuert werden
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Schaltflächen des Transportparameter Panels

Dem Panel sind 4 Schaltflächen zugeordnet. Diese sind:

  1. Arduino Cmd:
    Damit wird aus den angegebenen Transportparametern der entsprechende Arduino Steuerbefehl erzeugt, der durch das Arduino Script interpretiert und ausgeführt werden muss. Der erzeugte Befehl wird im Nachrichtenbereich angezeigt.
  2. suche
    Damit wird das letzte Bild der entsprechenden Bilder Unterbibliothek gesucht und die Folgebildnummer angezeigt.
  3. Starte Trasnport
    Damit wird ein Filmtransport ohne Bildspeicherung gestartet.
  4. Stop Transport
    Damit wird ein laufender Fiilmtransport ohne Bildspeichrung gestoppt.
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Das Videogerät Parameter Panel

Das Videogerät-Parameter-Panel enthält die Eingabefelder, die die erforderlichen Daten für das eingestzte Video Erfassungsgerät beschreiben.

Feldname und Feld-Funktion

Zielauflösung

Bevor das Videogerät definiert wird, sollte festgelegt werden, welche Zielauflösung das endgültige Filmbild im zu erstellenden Video Clop haben soll.

Folgende Filmbild Auflösungen stehen zur Verfügung:

  1. 640 x 480 NTSC
  2. 768 x 576 PAL SD
  3. 960 x 720 PAL 720P
  4. 440 x 1080 Full HD
  5. 2880 x 2160 4K
    ( alle Auflösungen haben normalerweise das Seitenverhältnis 4:3. )

Schaltfläche "suche Video Gerät"
Diese Schaltfläche öffnet den System Video-Gerätei Suchdialog, über den das zu verwendende Video Gerät (Mikroskop) festgelegt wrid..
 
VideoDevice
In diesem Dialog werden alle vorhandenen Video-Erfassungsgeräte aufgelistet, die am Rechner angeschlossen sind.
Sobald das gewünschte Gerät ausgewählt ist, wird angezeigt, welche Erfassungsauflösungen unterstütz sind. Da die Accord DirectShow Software keine Schnappschußerfassung (snapshots) unterstütz, muss eine "Video Auflösung" (Video resolution) ausgewählt werden. Sofern angeboten, sind 1280x960 oder 800x600 Pixel Auflösungen für die Filmbilderfassung sehr gut geeignet.  Höhere Auflösungen bringen in der Regel keinen Qualitätsgewinn. Sie verzögern (oder verhindern auch wegen unzureichend vorhandenem Hauptspeicherplatz) nur die Erfassung und Weiterbearbeitung und kosten auch deutlich mehr Speicherplatz auf dem Speichermedium.

Nach dem Schließen des "Open local Video Capture Device"  Dialoges wir im Videogeräteparameter Fenster die Geräteidentifikation (Moniker Zeichekette) und die ausgewählte Erfassungsauflösung angezeigt.

Bildaktion

Hier kann festgelegt werden, welche Aktionen bei der Erfassung des FIlmbildes durchzuführen sind.
Gewählt werden kann "vorstabilisieren", "beschneiden" (zur Zeit noch unterdrückt) und "spiegeln"

Wird "vorstabilisieren" nicht ausgewählt, so wird das volle, von der Mikroskopkamera aufgenommene Bild für die Videoclip Erstellung abgespeichert. Das garantiert die beste Bildqualität, verursacht aber bei Zahnradtransport in aller Regel eine unruhige Projektion. Dies sollte als nur gewählt werden, wenn Greifertransport verfügbar ist.

Wird "vorstabilisieren" ausgewählt, dann muss das Bild so von der Mikroskopkamera aufgenommen werden, daß links im Bild ein Teil des Transportloches sichtbar ist.
Zwei rote Linien markieren in dem Bilddefinitionsdialog, in welchem Bereich das Transportloch sichtbar sein sollte. Die Ränder des Transportloches dienen dazu, das resultierende Bild optimal im aufgenommenen Bild zu definieren.

Wenn "beschneiden" aktiviert ist, dann können die Ränder des resultierenden Bildes noch etwas angepasst werden. Die ist vor allem dann interessant, wenn kein vorstabilisieren ausgewählt ist.

"Spiegeln" erlaubt ein Einlegen des Filmes mit der Emulsion nach unten und die Positionierung der Transportlöcher hinten auf der Filmbühe. Das aufgenommene Bild wird dann bei der Aufnahme um 180 Grad gedreht, so dass es für die Weiterverarbeitung seitenrichtig zur Verfügung steht. 

Weitere Schaltflächen

Bilddefinition
Wenn bei der Bilddefinition im Folgedialog ("Bildausschnitt und Bildfarbet definieren") die Schaltfläche "verstecken" angeklickt worden ist, dann kann mit dieser Schaltfläche der Definitionsdialog wieder sichtbar gemacht werden..

Grundstellung
Diese Schaltfläche setzt alle Felder des Hauptfenster auf Grundsttlung. Das sind die Werte, die in der INI Datei für das aktuelle Projekt abgespeichert sind.

Beenden
Über diese Schaltfläche wird das CineFrameCatcher Programm beendet. Alle aktuellen EIngabewerte werden in der INI Datei des Projektes gesichert, so dass sie bei einem Wiederaufruf dieses Projektes wieder zur Verfügung gestellt werden können.
Alle offenen Ressourcen (Dialogfenster) werden mit beendet.

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Erfassung vorbereiten

Sobald das zu verwendende Videogerät gewählt ist, erscheint eine Nachricht, dass das Gerät in der Aufwärmephase ist.

Manchmal kommt es vor, dass die USB Verbindung zum Mikroskop zusammengebrochen ist. Dann kann kein (Start-)Bild erfasst und angezeigt werden. Tritt so etwas auf, dann hilft in den allermeisten Fällern, dass die USB Verbindung getrennt und wieder aufgebaut wird - z.B. durch abziehen und wieder einstecken des USB Verbindungskabels

Wenn das Startbild zu Beginn nicht brauchbar ins Fenster eingepasst ist, dann muss man das Bild über die Schaltfläche "Lageanpassung starten" des Dialoges "Bildausschnitt und Bildfarben definieren"  optimal in die Bildfläche einpassen, d.h.: wenn nicht vorstabilisieren ausgewählt ist, die Bildgröße so verändern, dass im Bild keine Ränder auftauchen. Wenn vorstabilisieren ausgewählt worden ist, dann muss die Bildgröße so gewählt werden, dass möglichst das ganze Bild angezeigt wird und dass ein Teil des Transportloches, das zur Stabilisierung verwendet wird am rechten Fensterrand aber links von der roten Hilfslinier angezeigt wird. 

Wenn die Schaltfläche "Lageanpassung starten" angeklickt wird, dann erscheint ein Hillfdialogfenster, in dem das originale, so wie von dem Mikroskop aufgenommene Bild den Korrekturen am Mikroskop (Vergrößerung und Schärfe) und der 4-Wege-Fokusierschiene folgt. Erforderliche Korrekturen mit der Fokusierschiene sind: Bild auf, Bild ab, Bild links, Bild rechts und eventuell eine Rotation.

Bildpositionierung

Die Schaltfläche "Lageanpassung starten" startet die Veränderungsverfolgung.  Das dann erzielte Ergebnis bleibt angezeigt. Ist das Ergebnis brauchbar, dann kann zum Definitionsdialog zurückverzweigt werden. Das geschieht über das Anklicken des großen X-Zeichens in der oberen rechten Bildeck des Dialogs.
Wenn das Ergebnis nicht genügt, dann muss der Vorgang so lange weitergeführt werden, bis das Bild optimal eingepasst ist.

Leider ist die Bildeinpassung ein ziemlich schwieriger Prozess, da die erforderlichen Verschiebungen sehr sehr klein sind und mit der zur Verfügung stehenden Mechanik meist nur schwer zu erreichen sind. Also bitte Geduld beweisen und dann die erreichte Position so gut wie möglich fixieren. 

Nach Rückkehr zum Definitionsdialoig kann das Bild dann in seiner Lage und Größe definiert werden. Dazu werden im Definitonsdialog gelbe Hilfslinie angezeigt, die miit den entsprechenden Schaltflächen  ("Obere Ecke anpassen", "Bildbreite und Bildhöhe setzen" ) unter dem Bild korrigiert werden können, so lange, bis der richtige Bildausschnitt gefunden ist.

Filmbild-Beschneidung

Die anfänglich angezeigte Bildgröße wird aus den gespeicherten INI Werten abgeleitet. Wenn aber zu Anfang Bildbreit und Bildhöhe noch null sind, dann wird aus der Höhe des sichtbaren Transportloches eine Anfangsbildgröße errechnet und gelb angezeigt. Die ist aber anfangs meist noch sehr ungenau. Ist diese erste Abschätzung nicht möglich, weil zum Beispiel das Transportloch nicht gefunden werden kann, dann ist entweder die Bildposition schlecht (Lageanpassung verbessern) oder es muss eventuell die Helligkeitsschwelle modifiziert werden.  (die rote Anfangsgröße  ? x ? zeigt dies an). Die Schwelle bestimmt, was als hell und was als dunkel im Bild interprätiert werden soll (der Default-Grauwert 200 ist meist recht gut). Alle Bildpunkte mit einer Helligkeit unterhhalb der Schwelle werden als "schwarz" interpretiert. Alle Pixel mit einer Helligkeit größer als der Schwellwert, werden als weiss angesehen. Dies ermöglicht eine gute Erfassung der Transportlochgrenzen.

Über die Einstellfelder Obere Ecke anpassen X+-  bzw. Y+- und Bildbreite bzw. Bildhöhe setzen können dann die gewünschten Bildabmessungen und die Bildpostion noch fein eingestell werden. Veränderungen werden sofort durch das neue gelbe Rechteck visualisiert. Die sich ergebende Bildgröße wird dann als roter Wert angezeigt.

Ist die Bilddimesion und Lage korrekt festgelegt, dann kann man über die Schieberegler noch die Farben, die Sättigung, die Helligkeit und den Kontrast des Bildes justieren.
Das Resultat wird laufend angezeigt und auch das anklicken der Schaltfläche "Farbe anpassen" führt eine Farbanpassung durch. Wird "urspr. Farben" angeklickt, dann wird der unkorrigierte Ausganszustand wieder hergestellt.
Die gewählten Farbkorrekturen werden in den Erfassungsdialog übernommen und dort auf die erfassten Bilder angewandt.

Bevor die Schaltfläche "Erfassung starten" angeklickt wird, sollte nochmals überprüft werden, ob die gelben Hilflinien angezeigt werden und ob die Bildlage wunschgemäß ist. Notfalls nochmals eine Korrektur vornehmen.

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Erfassung überwachen

Wenn die Schaltflächen "Erfassung starten"  gedrückt worden ist, dann erscheint das Fenster "Bilderfassungs-Überwachung". Zuerst ist noch das unbeschnittene Bild angezeigt ( siehe Bild links). Es muss zuerst det mittlere der 3 rechten Schaltfächen ("Start" ) angeklickt werden. Damit wird die Erfasungsschelife gestartet. Es werden die erfassten und korrekt beschnittenen Bilder ( siehe Bild rechts ) der Reihe nach angezeigt und im Bilder Unterordner abgelgt. Die Zielbibliothek ist im Fester angegeben. Ebenso die Bezeichnung des gerade in Arbeit befindlichen Bildes und der Name des letzten zu erfassenden Bildes. Der Status gibt die in Durchführung befindliche Aktion an (läuft , wartet, beendet) und das "V" hinter Type sagt aus, dass Videobilder verarbeitet werden ( S würde Schnappschuß bedeuten, das ist aber zur Zeit nicht unterstützt.)

GrabbingControl-DE     Image cut

Über die Eingabefelder des Dialoges kann die Bildposition noch leicht angepasst werden und auch die Farben der Bilder können noch justiert werden. Dazu sind die horizontalen Schieberegler vorgesehen. Die aktuellen Zahlenwerte werden in der linken unteren Bildecke angezeigt. Die Schaltfläche "urspr. Farben" (wird nach Änderungen aktiviert) setzt die Farbe auf den Urzustand zurück. 

Die Schaltfläche "Pause" unterbricht den Erfassungsfvorgang. Mit "Fortsetzen" wird die Erfassung an der Unterbrechungsstelle wieder aufgenommen.

Über die Checkbox "shutdown" kann festgelegt werden, dass der Rechner am Ende der Erfassung heruntergefahren wird. Das lässt unbewachte Bilderfassung zu.

Im Hauptfenster wird während der Bilderfassung der Fortschritt angezeigt und es wird errechnet, wie viele Bilder pro Minute aktuell erfasst werden.

Ab und zu taucht die Nachricht "räumt auf" auf, Das bedeutet, dass der "Garbage Collector" aktiv war um nicht mehr benötigte Ressourcen wieder freizugeben.

Über die Schaltfläche "Hauptfenster" wird der Dialog beendet und zum Hauptdialog zurückverzweigt. Dort kann dann die Anwendung (so gewünsacht) beendet werden.

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Letzte Änderung: 10. Februar 2020 WK